Entstehung der Kampfkünste
Als Wurzel fast aller asiatischen Kampfkünste wird Indien betrachtet, von wo sie sich über Südostasien bis nach China und Japan verbreiteten und unterschiedliche Ausprägungen annahmen.
495 n.Chr. wurde in China das bekannte Shaolin-Kloster erbaut, in dem gymnastische Übungen zur Lockerung des Körpers nach langer Meditation entwickelt wurden. Diese Gesundheitsübungen wurden unter dem Einfluß der indischen Kunst in Verteidigungsübungen umgewandelt, die den Wandermönchen auf ihren langen Reisen gegen allerlei Anfeindungen helfen sollten. Es entstand das Kung-Fu oder Wu-Shu, das sich in unzähligen Stilen weiterentwickelte und bis heute in vielen Stilen einen hohen akrobatischen Anspruch stellt.
Die Ausprägung in Japan: Im 13. Jahrhundert tauchten in Japan erstmals die Samurai als bewaffnete Kämpfer auf. Sie etablierten sich als Kaste, die sich verstärkt der Kriegführung und den Kampfkünsten widmete.
Die Sengoku-Zeit 1467-1590 und die Tokugawa-Zeit 1603-1868 wird allgemein als die Epoche der Gründerzeit des Jiu-Jitsu angesehen. Der Name Jiu-Jitsu wird seit der Tokugawa-Zeit in der Literatur erwähnt.
In der Tokugawa-Zeit unterschied man in 6 Menschenklassen:
• 1.SHI-Klasse = Daimyo, Samurai usw. Ca. 7% der Bevölkerung Japans, sie beherrschte die Klassen. • 2.NO-Klasse = Bauern, ca.: 83% • 3.KO-Klasse = Handwerker 4-7% • 4.SHO-Klasse = Kaufleute 6-10% • 5.HININ-Klasse = "Nicht Mensch" • 6.ETA-Klasse = "Viel Schmutz"
Aufgrund das es die HININ und die ETA gab konnte die SHI-Klasse existieren, das Motto der Zeit war: "Lebt nicht nach oben blickend, Lebt nach unten schauend" Die Blüte des Jiu-Jitsu ging mit der Meiji-Zeit 1868-1912 zugrunde.
• Um 23 v. Chr.: Historische Beginn der Jiu-Jitsu- Kampfkunst. In der jap. Chronik Kojiki wurde berichtet, daß Tomaketsu Hayato, der beste Ringer der damaligen Zeit, in einem auf Befehl des Kaisers bestrittenen Kampf von seinem Gegner Nomi no Sukune (der viele geheime Griffe beherschte) besiegt wurde.
• Um 550 n. Chr.: Bodhidharma, der legendäre Vermittler und Verbreiter des Zen von Indien nach China und von dort weiter nach Japan, schuf während dieser Zeit viele Urformen heutiger asiatischer Kampfsysteme.
• 782 - 1123: Sumo- und Jiu-Jitsu -Schaukämpfe finden am Kaiserlichen Hof statt.
• Im 11. Jahrh.: Wird in dem Manuskript "Konjaku Monogatari" der waffenlose Zweikampf erwähnt.
• Um 1640: Entwickelten die Kämpfer: Terada,Funkuno und Ibaraki nach dem Hontai-Prinzip (Körperbeherschung und Körperkontrolle) das Kito-ryu - Jiu-Jitsu
• 1659: Der Chinese Genpin bzw. Chuen Yuan - pin soll in Edo eine Zweikampfschule eröffnet haben, aus dem einige Jiu - Jitsu - Pioniere hervorgingen.
• 1868: Während der Meji -Restauration (1868 -1912) werden die feudalen Kriegskünste, verdrängt. |
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