|
Am 21. und 22. Mai fand das einzige Kampfkunstseminar der Marburger JJI-Vertretung im Jahr 2011 statt. Da wundert es nicht, dass die auf 30 Teilnehmer limitierte Veranstaltung bereits seit Februar ausgebucht war, sind die Seminare in der hessischen Universitätsstadt doch immer ein besonderes Ereignis. Neben Mitgliedern des Ausrichter-Dojos waren auch Teilnehmer aus Herne, Bahlingen, Dorsten und Kiel gekommen, um in Marburg trainieren zu können. Wie jedes Jahr, fand bereits am Freitagabend für alle Frühankömmlinge und Nimmersatte ein Zusatztraining statt, um auf die kommenden 2 Tage einzustimmen.
Für diese Einheit konnte Dr. Gerhard Seemann (1. Dan) gewonnen werden. Der Marburger Judoka, der außerdem auch Seido- Karate betreibt und auch hier den 1. Dan inne hat, wusste die Teilnehmer mit einer Mischung aus Wurftechniken und Bodenkampf bestens zu beschäftigen.
Für das offizielle Programm hatte Renshi Oliver Merten (4. Dan) zwei hochkarätige Referenten eingeladen. Neben dem JJI-Landespräsidenten aus Portugal, Shihan Helder Nunes (6. Dan), der extra zu diesem Seminar den weiten Weg in Kauf genommen hatte und in der Nacht zu Samstag angereist war, unterrichtete auf besonderen Wunsch des Marburger Dojoleiters man hatte sich rund 6 Jahre nicht mehr gesehen der Jiu-Jitsu-Bundestrainer der BAE, Sensei Jörg Gerdes (5. Dan) zum ersten Mal in der Stadt an der Lahn.
Aufgrund des hervorragenden Wetters entschloss man sich nach kurzer Zeit im Dojo kurzerhand, das Training auf die nächstgelegene Wiese zu verlegen. Während das Eröffnungstraining von Oliver Merten vornehmlich von harten Kontrolltechniken dominiert wurde, befasste sich der quirlige und immer gut gelaunte Portugiese intensiv mit kurzen und knappen Techniken, bei denen der Spaß nie zu kurz kommen durfte. Jörg Gerdes als dritter im Bunde wusste vor allem durch seine immense Präzision zu begeistern. Egal, wie häufig er eine Technik demonstrierte, jede Wiederholung glich der vorangegangenen wie ein Ei dem anderen.
Und auch, wenn die Teilnehmer beim Samstag abendlichen Barbecue definitiv gemästet wurden und die Letzten anschließend bis fast 5 Uhr morgens feierten, konnten Sonntag morgen um 10.00 Uhr keine wesentlichen Ausfälle verzeichnet werden.
Abgerundet wurde die Veranstaltung von 2 Kyu-Prüfungen, bei denen die Marburger Holger Wiethäuper und Sascha Geißler den beiden angereisten Referenten ein Niveau präsentierten, dass diesen merklich imponierte. Auch auf die Gefahr hin, bereits Bekanntes zu wiederholen – neben den stets hervorragenden Referenten ist es vor allem die Atmosphäre, die Marburger Seminare besonders macht.
Das Marburger Dojo dankt seinen Gastinstruktoren für die Unterstützung: Shihan Helder Nunes (6. Dan) aus Portugal Sensei Jörg Gerdes (5. Dan) aus Deutschland
Text & Fotos www.kampfkunst-marburg.de
|


|