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23 -February -2012 - 09:33

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Sporting-Emden Jiu-Jitsu Team besuchte ein Goshido Seminar mit Alain Sailly

Das Emder Jiu-JitsuTeam aus dem Sporting Emden (Martina Rector, Julia Weerts, Dennis Meier und Hendrik Engelbrecht) besuchte zusammen mit ihrem Trainer Jörg Gerdes, ein Goshindo Seminar in Großefehn mit Großmeister "Koshi" Alain Sailly (8. Dan) aus Frankreich.

Das etwa vierstündige Seminar wurde durch den 52 jährigen Franzosen mit viel Spaß und Humor abgehalten. Das Aufwärmtraining wurde durch verschiedene Spiele gestaltet, bei denen z.B. ein Partner wie ein Ball durch die Gegend hüpfen musste und der andere Partner durch tätscheln auf den Kopf die Richtung und Höhe des Hüpfens angab.

Im Anschluß an das Aufwärmtraining unterrichtete Alain verschiedene Abwehrtechniken gegen Schlag- und Griffattacken, welche in einzelnen Blöcken immer wieder geübt wurden und im Anschluß zu verschiedenen Selbstverteidungs-Szenarien zusammengefasst wurden.

Für alle Aktiven und Zuschauer, war es ein Genuß dem Goshido Meister bei der Ausführung seiner Techniken zu folgen.

Zum Abschluß des Seminars, gab Sally den Anwesenden die Möglichkeit Fragen an ihn zu stellen. Die wohl interessanteste Frage wurde durch einen jungen Budoka gestellt. Welcher fragte: "Haben Sie früher in der Schule gute Noten geschrieben?"

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Sally antwortete auf diese Frage mit einem leichten Lächeln und einer angedeuteten körperlichen Attacke gegen den jungen Budoka :)

Nach einen erfolgreichen Tag, fuhren die Budoka wieder in Ihre Heimatdojos zurück und erwarten in voller Spannung das nächste Seminar mit Alain Sally.


Wissenswertes:

 Wer ist Alain Sailly?
Alain Sailly wurde am 7. 8. 1958 in Villers Serneuse geboren.
Er ist Lehrer für Goshindo (8. Dan), Ju Jutsu (6. Dan),
Judo (2. Dan) und Sambo, sowie Ringen.

Was ist Goshindo?
Goshindo eine in Frankreich entwickelte, besondere Stilrichtung des Ju Jutsu, was in etwa „Weg der Selbstverteidigung“ oder „Der Weg den Körper zu schützen“ bedeutet. Untrennbar verbunden ist der Name dieser Kampfkunst mit Kyoshi Alain Sailly
dem technischen Leiter dieser Stilrichtung.

Alain Sailly begann in den sechziger Jahren im alter von etwa fünf Jahren mit dem Judo Training. Sein damaliger Lehrer unterrichtete auch Selbstverteidigungstechniken unter der Bezeichnung Taijutsu, so dass Alain schon sehr früh neben sportlichen Training auch diesen Aspekt kennerlernte. Mit etwa dreizehn begann er, zusätzlich Ju - Jutsu zu erlernen. Sein Lehrer Roland Maroteaux unterrichtete damals Daito Ryu Aiki Ju Jutsu und Hakko Ryu Ju Jutsu. Die Ausbildung im Shotokan Karate bei einem Schüler des französischen Karate Pioniers Gilbert Gruss vervollständigte schon sehr früh die umfassende Technikschulung von
Alain Sailly. Bereits als Jugendlicher bedauerte Alain, dass überall sehr stylbezogen trainiert würde und er keine Möglichkeit hatte, die in den verschiedenen Sparten erworbenen Techniken und Fähigkeiten übergreifend und kombiniert zu üben.
Nichtstestrotz setzte er seine Studien fort, seine Eltern unterstützten sein Interesse, und sein Vater besuchte mit ihm Lehrgänge auf der ganzen Welt, bis Alain 18 geworden war und alleine reisen konnte. So vervollständigte er seine Kenntnisse in den verschiedenen Kampfkünsten nach der alten Musha Shugyo Methode des Umherreisens, die schon die Samurai des japanischen Mittelalters als Ausbildungsweise für besonders komplette Kämpfer geschätzt hatten. Dabei beschränkte er sich nicht bloss auf asiatische Kampfsysteme, sondern trainierte auch griechisch römisches Ringen ebenso wie das russische Sambo.

In der Zwischenzeit hatte sein Lehrer Roland Maroteaux den Namen der von ihm gelehrten Kampfkunst aus verbandspolitischen Gründen (Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Prüfungsrichtlinien) auf Goshindo geändert. Die Wahl dieser Bezeichnung lag nahe, werden doch in zahlreichen japanischen Kampfsystemen die Selbstverteidigungsformen als Goshin Ho bezeichnet, und trägt im Judo die in den fünfziger Jahren entwickelte Selbstverteidigungsform des Kodokanden Namen Goshi n Jutsu No Kata. In Frankreich war mittlerweile ein eigener Goshindo Verband mit 6 – 7 Vereinen entstanden, dessen Leitung Alain Sailly nach der Rückkehr von einem weiteren Trainingsaufenthalt in Japan angeboten wurde. Nun endlich hatte er die Möglichkeit, seinen Traum von einer systemübergreifenden Kampfkunst im Goshindo zu verwirklichen. Innerhalb kurzer Zeit gelang es ihm, aufgrund seines überzeugenden Stils die Mitgliederzahl der französischen Clubs zu erhöhen.

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Video 1 oben links: Alain Sally bei der Demonstration einer Selbstverteidungstechnik
 Bild 1 oben rechts: Thomas Sternberg als Partner bei A. Sally
Bild 1 mitte rechts: Jörg Gerdes als Partner bei A. Sally
Bild 2 mitte links: Jörg Gerdes als Partner bei A. Sally
Bild 3 mitte rechts: Thomas Sternberg als Partner bei A. Sally
Bild 1 unten: Das Team das Sporting-Emden mit Alain Sailly
Fotos: Yudansha.de

 

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